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AddiTherm P 2050

AddiTherm P 2050 ist das Flammschutzmittel für die schwerentflammbare oder unbrenmnbare Ausrüstung von Pappe und Holz.
AddiTherm P 2050 und folgende, wird im Bereich Pappeproduktion über Sprühbalken oder ähnliche Anlagen aufgetragen, im Holzbereich über Wechseldruckanlagen, Tauchanlagen oder einfach nur aufgesprüht.

Brandschutz / Brandschutznormen

Es gibt nationale und internationale Normen für das Brennverhalten von Materialien bzw. Baustoffen (z.B. Fahnen, Banner, Folien, Papier usw.). Diese leisten einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden Brandschutz und somit zur Sicherheit im privaten sowie öffentlichen Raum. Unter Brandschutz verstehen sich sämtliche Maßnahmen, welche der Entstehung sowie der Ausbreitung eines Brandes durch Rauch und Feuer vorbeugen. Die entsprechenden spezifischen Brandschutzanforderungen sowie -standards hinsichtlich der Entflammbarkeit, Brenndauer oder Rauchentwicklung von Materialien bzw. Baustoffen  wird in Deutschland über die Brandschutznorm DIN 4102-1 regelt, wobei eine zusätzliche Unterteilung in Brennbarkeitsklassen erfolgt:

A1 = ohne brennbare Bestandteile,

A2 = in geringem Umfang mit brennbaren Bestandteilen

B1 = schwerentflammbar

B2 = normalentflammbar

B3 = leichtentflammbar

Im Bereich der Textilien und Stoffe zählt die Brennbarkeitsklasse B1 nach DIN 4102-1  im Regelfall zu der gängigsten Brandschutzanforderung. Schwerentflammbare Stoffe werden hauptsächlich für öffentliche Veranstaltungen, Messeausbau, Events, Präsentationen, Schaufenster- und Ladenausbau, Museen, Kinos, Theater oder öffentlichen Einrichtungen wie Schulen für Vorhänge, Dekoration oder Wandverkleidungen eingesetzt. In Europa gibt es zudem die Prüfnorm EN 13501, die in etwa der deutschen DIN 4102-1 entspricht.

 

Brandschutznormierung B1 nach DIN 4102-1

In Deutschland gelten Materialien bzw. Baustoffe die der Brandschutznorm DIN 4102-1 (B1) entsprechen als schwerentflammbar sowie selbstverlöschend. Bei z.B. Zellulosefasergewebe- oder Polyesterfasergewebe wird diese Eigenschaft in der Regel durch eine nachträgliche Imprägnierung mit einem speziellen und je nach Material unterschiedlich dosierten Flammschutzmittel erreicht. Dieses ist jedoch unbeständig gegen Feuchtigkeit, Wasser- und Witterungseinwirkung sowie chemisches Reinigen und verliert bei entsprechender Behandlung oder Lagerung seine Wirksamkeit. Das Gewebe kann jedoch problemlos wieder nachimprägniert werden. Darüber hinaus sind die Gewebe nur ohne zusätzliche Anstriche, Beschichtungen oder Ähnlichem schwerentflammbar, da diese wiederum die Brennbarkeit verändern können. Hierfür gibt es jedoch auch spezielle Flammschutzmitteladditive für Farben oder Bindersysteme.